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| KLEINER
LEITFADEN
Sakramente im Leben der Kirche
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Die meisten kirchlichen Feiern,
bei denen man als Familie, Verwandtschaft und Freundeskreis zusammenkommt,
sind mit der Spendung eines Sakraments verbunden (z.B. Trauung und Taufe),
also mit einem Heilszeichen der Kirche, das aus einer symbolischen Handlung
und einem deutenden Wort besteht und in eine gottesdienstliche Feier
eingebetet ist. |
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Sie wollen Ihr Kind taufen lassen? Wasser ist Symbol des Lebens, auch des ewigen Lebens bei Gott. Und es reinigt. Das Kind wird hineingeboren in die "Erbengemeinschaft" der Menschen, ohne persönliche Schuld auch berührt von Versagen, Fehler und Sünde der Menschen, denn schließlich ist unsere Welt keine "heile Welt". In der Taufe wird es in einen erlösenden Lebenszusammenhang durch Christus gestellt. Mit dem Wasser wird das Kind mit der folgenden Formel getauft: "N., ich taufe Dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." |
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Das bedeutet: Du bist Gottes
geliebtes Kind. Er sorgt für Dich und trägt Dich durch das Leben auch über
den Tod hinaus. Du bist jetzt mit Jesus ganz verbunden und in seinen leib, in
die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. In der Taufe sagt Gott sein ewiges JA
zu Dir. Darum ist die Taufe heilsnotwendig. Der Weg zum Fest:
Das brauchen Sie:
Taufe bei älteren Kindern und
Erwachsenen:
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Ihr Kind
möchte die Erstkommunion empfangen? |
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In der Erstkommunion darf ein Kind zum ersten mal Jesus im Brot empfangen und so auch seine Liebe tief in seinem Herzen spüren. Er hat sich aus Liebe am Kreuz für uns hingegeben. Seine Liebe ist nicht vergangen, sondern immer in der Messe gegenwärtig. Denn sooft die Eucharistie gefeiert wird, vollzieht sich da das Werk der Erlösung, die Liebe Christi zu uns.
Der Weg zum Fest:
Das brauchen Sie:
Das brauchen Sie nicht:
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Du möchtest
gefirmt werden? "Sei besiegelt durch die Kraft des Heiligen Geistes", so spricht der Bischof oder sein Stellvertreter zu Dir. In der Firmung wirst Du durch den Geist Gottes bestärkt, damit Du Zeugnis für die liebe Gottes in Deinen Alltag ablegen kannst. |
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Gottes Geist kannst du nicht sehen, wohl aber sein Wirken in dieser Welt.
Seine Kraft kannst du immer da spüren, wo sich das Gute gegen das Böse
durchsetzt, die Liebe gegen den Hass, das Mitgefühl gegen die
Gleichgültigkeit, die Nachdenklichkeit gegen den Leichtsinn...
Der Weg zum Fest:
Das brauchst Du:
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Sie wollen heiraten? Wenn zwei Menschen eine christliche Ehe miteinander eingehen, wollen sie ihre Ehegemeinschaft auf der Liebe Christi aufbauen. In der Art und Weise, wie sie miteinander umgehen und als Paar ihren Lebensweg gehen, sollte im Idealfall spürbar werden, dass die Beziehung zu Christus ihr Reden und Handeln prägt und ihre Liebe festigt. Die Trauungsriten unterstreichen diese besondere Verbundenheit: das Tauschen der Ringe, den Symbolen der Unendlichkeit, das Ja-Wort, das sich die Brautleute gegenseitig zusprechen, das Versprechen der Liebe und der Treue sowie die Bekundung des Willens zur gemeinsamen Elternschaft, das Umwickeln der einander haltenden rechten Hände mit der Stola des Priesters oder des Diakons - alles in Anwesenheit von zwei Zeugen! Mit dem Brautsegen am Ende wird bekräftigt, dass all diese Riten vor Gottes Angesicht vollzogen sind, was diesen Bund unauflöslich macht. Scheiden kann die Brautleute nur der Tod. |
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Wenn Sie einander also vor Gottes Angesicht die Ehe versprechen wollen, ist dies ein folgenreicher Entschluss, der Sie lebenslang bindet. .
"Ich
verspreche Dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und
Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will Dich lieben, achten und ehren
alle Tage meines Lebens." Das Versprechen vor Gott ist heilig und ewig. Zu dem müssen sie lebenslang in Höhen und Tiefen treu bleiben. Dafür aber dürfen Sie der Zusage Gottes gewiss sein: "Ihr beide braucht euren Lebensweg nicht allein zu gehen. Ich bin bei euch, ich werde euch Kraft, Halt und Liebe geben, wohin euch der Weg auch führt. Auf eurem Bund liegt mein Segen."
Der Weg zum Fest:
Klären Sie zuerst (mindestens ein halbes Jahr im Voraus)
Wenn einer der Partner der katholischen Kirche angehört und der andere evangelisch, orthodox oder ausgetreten ist, kann auch unter bestimmten Voraussetzungen eine katholische Trauung gefeiert werden. Sprechen Sie darüber mit ihrem Pfarramt. Das brauchen Sie:
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Sie möchten
die Krankensalbung oder die Krankenkommunion empfangen? |
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Wenn heute der Priester die Salbung
vornimmt, legt er dem kranken Menschen behutsam die Hände auf den Kopf, er
zeichnet mit Krankenöl ein kleines Kreuz auf die Stirn und auf beide Hände.
Dazu gibt er im Namen Jesu die Zusage, dass die Hilfe, das Erbarmen und die
Gnade des Herrn und die Kraft des Heiligen Geistes den kranken Menschen
seelisch aufrichten können. Die Krankensalbung ist Lebenshilfe bei schwerer Erkrankung. Sie kann deshalb auch mehrfach gespendet werden - und das nicht nur in akuter Lebensgefahr! Zum Beispiel kann sie vor einer schweren Operation die Lebenshoffnung stärken und das Vertrauen in Gottes Beistand festigen. Meist wird diese Salbung mit der Krankenkommunion verbunden. Aber auch ohne vorherige Salbung können Sie zuhause kommunizieren. Für den Fall, dass Sie länger bettlägerig sind oder aus anderen Gründen, zum Beispiel wegen psychischer Probleme, nicht an den Eucharistiefeiern der Gemeinde teilnehmen können, bringen die Seelsorger gern die Krankenkommunion zu Ihnen. Der Weg zum Sakramentenempfang:
Das brauchen Sie:
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Ein lieber
Angehöriger ist verstorben? |
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Wenn ein Christ stirbt, dann
tritt er nicht aus der Gemeinschaft der Glaubenden heraus. Er
bleibt Glied der Kirche und wird über den Tod hinaus zu Jesus Christus, dem
Auferstandenen durch die Liebe seiner Schwestern und Brüder getragen. Darum
geht es bei der kirchlichen Beerdigung. Wir
feiern dabei unsere Verbundenheit mit dem Verstorbenen in Christus, der für
uns am Kreuz gestorben und auferstanden ist. In der Erfahrung des Todes spüren
wir den Gott des Karfreitags, der mit uns das Leiden und den Tod erlitten hat.
Aber auch darüber hinaus den Gott des Ostermorgens, der uns in der Dunkelheit
die Morgenröte aufscheinen lässt, und uns aus dem Tod ein neues ewiges Leben
schenken wird. Vertrauend auf diesen Gott dürfen wir sicher sein, dass der
Tod uns von unserem lieben Verstorbenen nicht trennen kann und, dass wir durch
die Liebe Gottes mit ihm über den Tod hinaus verbunden bleiben. Wenn ein Mensch gestorben ist, muss immer ein Arzt (in der Regel der Hausarzt) den Tod feststellen und bescheinigen (bei Tod im Krankenhaus geschieht dies automatisch). Wenn der Leichnam noch einige Zeit zuhause im Bett bleiben kann, ist es ein schönes Zeichen christlicher Hoffnung, wenn Sie eine brennende Kerze und – falls vorhanden – auch ein Kreuz zu ihm stellen und ein einfaches Gebet in der Stille sprechen. Haben Sie keine Scheu, den Leichnam zu berühren. Das so genannte „Leichengift“ gibt es nicht. Lassen Sie sich Zeit beim Verabschieden. Nehmen Sie Kontakt mit dem Bestattungsunternehmen. Es nimmt Ihnen viele organisatorische Dinge ab. Es gibt auch die Information an das Pfarramt und die Friedhofsverwaltung weiter. Einer der Seelsorger wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen. Sie können dabei mit ihm über die gewünschte Trauerfeier sprechen. In
der Pfarrei Hl. Familie wird immer am darauf folgenden Samstag um 17.30 Uhr
der Sterberosenkranz für die Verstorbenen der vergangenen Woche gebetet.
Anschließend gedenkt auch die Gemeinde ihrer in der Heilige Messe. Sie sind
herzlich dazu eingeladen. Das brauchen Sie:
Bitte haben Sie keine Scheu, einen Seelsorger um Hilfe zu bitten, wenn Ihre Trauer zu groß ist und Sie sich mit allem überfordert fühlen. Rufen Sie einfach im Pfarrbüro an oder bitten Sie eine Ihnen nahe stehende Person, einen Seelsorger zu informieren! Nützen Sie auch den Anrufbeantworter. |
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