KLEINER LEITFADEN

Sakramente im Leben der Kirche

Was ist zu tun bei  Taufe, Erstkommunion, Firmung, Heirat, Krankensalbung und Beerdigung

Die meisten kirchlichen Feiern, bei denen man als Familie, Verwandtschaft und Freundeskreis zusammenkommt, sind mit der Spendung eines Sakraments verbunden (z.B. Trauung und Taufe), also mit einem Heilszeichen der Kirche, das aus einer symbolischen Handlung und einem deutenden Wort besteht und in eine gottesdienstliche Feier eingebetet ist.
Eine Ausnahme bildet die Begräbnisfeier. Sie ist kein Sakrament, sondern ein Dienst der Kirche am Verstorbenen und den trauernden Hinterbliebenen.
Auf diesen Seiten finden Sie Wissenswertes zu einigen dieser Feiern. Sollten dennoch Fragen offen bleiben, dann können Ihnen die Seelsorger oder die Sekretärinnen im Pfarrbüro sicher weiterhelfen (Tel.: 08171-9828-0).


Sie wollen Ihr Kind taufen lassen?

Wasser ist Symbol des Lebens, auch des ewigen Lebens bei Gott. Und es reinigt. Das Kind wird hineingeboren in die "Erbengemeinschaft" der Menschen, ohne persönliche Schuld auch berührt von Versagen, Fehler und Sünde der Menschen, denn schließlich ist unsere Welt keine "heile Welt". In der Taufe wird es in einen erlösenden Lebenszusammenhang durch Christus gestellt. Mit dem Wasser wird das Kind mit der folgenden Formel getauft:

 "N., ich taufe Dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." 

Das bedeutet: Du bist Gottes geliebtes Kind. Er sorgt für Dich und trägt Dich durch das Leben auch über den Tod hinaus. Du bist jetzt mit Jesus ganz verbunden und in seinen leib, in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. In der Taufe sagt Gott sein ewiges JA zu Dir. Darum ist die Taufe heilsnotwendig.
Sich taufen zu lassen, heißt aber auch JA zu sagen zu Gott und zu dem Freundschaftsbund, den Jesus Christus uns anbietet. Kleine Kinder können sich natürlich noch nicht selber für die Taufe und den Glauben entscheiden . Aber dieses JA darf durch die Eltern, Paten und die Kirche stellvertretend ausgesprochen werden. Die Kinder können durch die Hilfe und das Vorbild von Eltern und Paten im Glauben an Gott leben lernen.
Wenn Eltern sich für die Taufe ihres Kindes entscheiden (bei getrennt lebenden Eltern tut dies der Elternteil, der das Sorgerecht hat; bei gemeinsamen Sorgerecht müssen beide die Taufe wollen), eröffnen sie ihm einen guten Lebensweg, den es später im Sakrament der Firmung durch eigene Zustimmung bejahen kann.
Mit der Taufe erklären Eltern auch ihre Bereitschaft, dem Kind den Glauben vorzuleben und es im Glauben zu erziehen.

Der Weg zum Fest:

Melden Sie sich einfach im Pfarrbüro und schlagen Sie einen Termin für die Tauffeier vor. Der Priester oder Diakon, der die Feier leiten wird, wird Sie anrufen und ein Taufgespräch mit Ihnen vereinbaren, bei dem auch gerne der Pate / die Patin dabei sein kann. Das Gespräch kann hier im Pfarrhaus oder bei Ihnen zuhause stattfinden - wie Sie es wollen. Dann werden alle Details besprochen.
Taufort ist üblicherweise die Kirche der Gemeinde, zu der Sie und Ihr Kind aufgrund des Wohnorts gehören. Besonderheiten (eine andere Kirche, ein fremder Taufspender usw.) müssen Sie mit dem Ortspfarrer besprechen.

Das brauchen Sie:

  • Einen Paten / eine Patin, der / die der katholischen Kirche angehört, mindestens 16 Jahre alt und bereits gefirmt ist. Sie können auch noch einen weiteren Paten eine weitere Patin, die nicht unbedingt katholisch sein muss, benennen.

  • Taufformular, das ausgefüllt werden muss

  • Eine Taufkerze

  • Ein weißes Taufkleid (ein einfaches Gewand kann auch von der Pfarrei gestellt werden)

Taufe bei älteren Kindern und Erwachsenen:
Selbstverständlich können auch ältere Kinder und Erwachsene nach einer gewissen Vorbereitungszeit getauft werden. Im Pfarrbüro erhalten Sie weitere Auskünfte.


 

Ihr Kind möchte die Erstkommunion empfangen?
D
ie Kinder der 3. Klasse sind darauf ausgerichtet, das Sakrament der Eucharistie zu empfangen. Bei acht- bis neunjährigen Kindern ist das Symbolverständnis in der Regel so gut entwickelt, dass sie verstehen können, welche Bedeutung Jesus beim letzen Abendmahl in die Zeichen Brot und Wein gelegt hat. Nun wird ihnen nahe gebracht, warum die Hostie in der Wandlung zum "Leib Christi" wird, einer Kostbarkeit, die uns Kraft zu einem guten christlichen Leben gibt und das ewige Leben, die Fülle des Lebens bei Gott schenkt.

 

In der Erstkommunion darf ein Kind zum ersten mal Jesus im Brot empfangen und so auch seine Liebe tief in seinem Herzen spüren. Er hat sich aus Liebe am Kreuz für uns hingegeben. Seine Liebe ist nicht vergangen, sondern immer in der Messe gegenwärtig. Denn sooft die Eucharistie gefeiert wird, vollzieht sich da das Werk der Erlösung, die Liebe Christi zu uns.

Der Weg zum Fest:

In unserer Pfarrei beginnt die Vorbereitungszeit immer im Spätherbst. Eltern, deren Kinder die Isardamm-Schule besuchen, erhalten automatisch eine Einladung zum ersten Elternabend. Wenn Sie allerdings erst zugezogen sind, kann es sein, dass Ihr Kind noch nicht auf der Klassenliste steht, die uns die Schule am Beginn des Schuljahres zukommen lässt. Dann rufen Sie am besten Ende Oktober im Pfarrbüro an. Auch wenn Ihr Kind eine andere Schule besucht, ist es notwendig, dass Sie Kontakt zum Pfarrbüro aufnehmen. Ein Hinweis, dass die Kommunionvorbereitung bald beginnt, ist im Herbst auch immer den örtlichen Tageszeitungen zu entnehmen.
Nach dem Elternabend erfolgt die Anmeldung und die Einteilung der Kinder in Kleingruppen, deren Leitung einige Mütter und Väter übernehmen. Die Terminübersicht zu den Gruppentreffen und den vorbereitenden Veranstaltungen in der Pfarrei wird über die Schulen verteilt.

Das brauchen Sie:

  • Für die Anmeldung einen Taufschein oder Taufzeugnis (z.B. den Eintrag im Stammbuch) erforderlich.

  • Unbedingt Zeit für die beiden Elternabende.

  • Ihr Kind braucht Zeit für die Gruppentreffen, die Veranstaltungen im Pfarrzentrum und die Gottesdienste, die im Rahmen der Vorbereitung angeboten werden.

Das brauchen Sie nicht:

  • Ein prächtiges weißes Kleid oder einen schicken Anzug für Ihr Kind, denn in unserer Pfarrei tragen alle Kommunionkinder beim Festgottesdienst einheitliche Alben, die in verschiedenen Größen ausreichend vorhanden sind.

  • Eine fertige Kommunionkerze, denn unsere Kommunionkinder basteln ihre Kerzen selbst.


Du möchtest gefirmt werden?

Nicht ganz leicht zu verstehen, das Sakrament der Firmung, diese Zeichenhandlung, bei der in der katholischen Kirche einem Jugendlichen die Gabe des Heiligen Geistes zugesprochen wird. Diese Zusage wird durch ein Kreuzchen, das mit Salböl auf die Stirn gezeichnet wird, besiegelt.

"Sei besiegelt durch die Kraft des Heiligen Geistes"

so spricht der Bischof oder sein Stellvertreter zu Dir. In der Firmung wirst Du durch den Geist Gottes bestärkt, damit Du Zeugnis für die liebe Gottes in Deinen Alltag ablegen kannst.

 

Gottes Geist kannst du nicht sehen, wohl aber sein Wirken in dieser Welt. Seine Kraft kannst du immer da spüren, wo sich das Gute gegen das Böse durchsetzt, die Liebe gegen den Hass, das Mitgefühl gegen die Gleichgültigkeit, die Nachdenklichkeit gegen den Leichtsinn...
Wenn ein junger Mensch auf dem Weg zum Erwachsen-Werden ist und mehr und mehr Verantwortung in dieser Welt übernimmt, dann ist es für ihn gut zu wissen: Gott lässt ihn mit seinen Entscheidungen nicht allein. Er stärkt von innen heraus und gibt Kraft, um das Rechte zu tun und das Falsche zu lassen, Kraft auch, um mit Enttäuschungen und Kummer klar zu kommen und um in schlimmen Situationen nicht zu verzweifeln. Jesus nannte den Heiligen Geist "den Beistand". Einen guten Beistand kann man doch immer gebrauchen.

Der Weg zum Fest:

Wenn Du ca. 14 bist, hast du in unserer Pfarrei das richtige Alter für die Firmung, denn mit 14 wird ein Christ nach kirchlichem Recht mündig. Das heißt, nun kannst Du selbst entscheiden, ob du Katholik sein willst und ob Du bei deinen Entscheidungen auf die Kraft des Heiligen Geistes vertrauen willst. Jugendliche, die schon als Säugling getauft wurden, haben nun die Chance, dem, was in der Taufe geschehen ist, bewusst zuzustimmen.
Jedes Jahr im Herbst geht der zuständige Seelsorger in die Schulen, die auf dem Gebiet unserer Pfarrei liegen, und verteilt an interessierte katholische Jugendliche der 8. Klassen Einladungen. Wenn Du eine weiter entfernte Schule besuchst, solltest Du dich Anfang Oktober im Pfarrbüro selbständig melden.

Das brauchst Du:

  • Für die Anmeldung ein Taufzeugnis; wenn Du nicht in unserer Pfarrei getauft wurdest, benötigen wir eine Kopie des Taufzeugnisses.

  •  Zeit für die Treffen, Veranstaltungen und Gottesdienste, die im Rahmen der Firm-Vorbereitung angeboten und im Firmpass abgestempelt werden. Den Firmpass erhältst du bei der Anmeldung.

  • Einen Paten / eine Patin, der / die der katholischen Kirche angehört, mindestens 16 Jahre alt und bereits gefirmt ist; solltest Du keine geeignete Person finden, kann notfalls auf den Paten / die Patin verzichtet werden.


Sie wollen heiraten? 

Wenn zwei Menschen eine christliche Ehe miteinander eingehen, wollen sie ihre Ehegemeinschaft auf der Liebe Christi aufbauen. In der Art und Weise, wie sie miteinander umgehen und als Paar ihren Lebensweg gehen, sollte im Idealfall spürbar werden, dass die Beziehung zu Christus ihr Reden und Handeln prägt und ihre Liebe festigt. Die Trauungsriten unterstreichen diese besondere Verbundenheit: das Tauschen der Ringe, den Symbolen der Unendlichkeit, das Ja-Wort, das sich die Brautleute gegenseitig zusprechen, das Versprechen der Liebe und der Treue sowie die Bekundung des Willens zur gemeinsamen Elternschaft, das Umwickeln der einander haltenden rechten Hände mit der Stola des Priesters oder des Diakons - alles in Anwesenheit von zwei Zeugen! Mit dem Brautsegen am Ende wird bekräftigt, dass all diese Riten vor Gottes Angesicht vollzogen sind, was diesen Bund unauflöslich macht. Scheiden kann die Brautleute nur der Tod. 

 

Wenn Sie einander also vor Gottes Angesicht die Ehe versprechen wollen, ist dies ein folgenreicher Entschluss, der Sie lebenslang bindet.

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"Ich verspreche Dir die Treue in guten und bösen Tagen,

in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet.

Ich will Dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens."

Das Versprechen vor Gott ist heilig und ewig. Zu dem müssen sie lebenslang in Höhen und Tiefen treu bleiben. Dafür aber dürfen Sie der Zusage Gottes gewiss sein: 

"Ihr beide braucht euren Lebensweg nicht allein zu gehen.

Ich bin bei euch, ich werde euch Kraft, Halt und Liebe geben,

wohin euch der Weg auch führt. 

Auf eurem Bund liegt mein Segen."

 

Der Weg zum Fest:

In der Regel findet die Trauung in einer Kirche am Wohnort einer der beiden Brautleute entweder im Rahmen einer Hl. Messe oder im Rahmen eines Wortgottesdienstes statt. Auch wenn Sie anderswo heiraten möchten, ist der erste Schritt immer die Kontaktaufnahme zum Pfarramt der Heimatpfarrei. Denn dort wird das Ehevorbereitungsprotokoll erstellt, aus dem hervorgehen muss, dass Sie nicht bereits verheiratet sind und auch sonst kein Ehehindernis besteht. 

Klären Sie zuerst (mindestens ein halbes Jahr im Voraus)

  • den Termin für das Brautgespräch mit dem Pfarramt der für Sie zuständigen Pfarrei.

  • den Termin für die Trauung mit dem Pfarramt am Ort der Trauung und dem Priester oder Diakon, der die Feier leiten soll. dabei wird auch über den Ablauf der Trauung, die Lesung und Fürbitten, die Lieder/Musik gesprochen.

Wenn einer der Partner der katholischen Kirche angehört und der andere evangelisch, orthodox oder ausgetreten ist, kann auch unter bestimmten Voraussetzungen eine katholische Trauung gefeiert werden. Sprechen Sie darüber mit ihrem Pfarramt.

Das brauchen Sie:

  • Gültige Taufscheine, nicht älter als ein 6 Monate; man erhält sie in der Pfarrei, wo man getauft wurde, oder beim Matrikelamt in München.

  • Standesamtliche Ehebescheinigung. Denn in Deutschland muss die standesamtliche Trauung vor der kirchlichen stattfinden.

  • Zwei volljährige Trauzeugen die Ihnen nicht nur in der kirchlichen Trauung sondern auch im Eheleben zur Seite stehen werden..


Sie möchten die Krankensalbung oder die Krankenkommunion empfangen?


Wir Menschen wollen unbeschwert und glücklich leben. Wir wehren uns gegen alles, was dem entgegen steht. Und doch kommt es manchmal anders. Das Leben besteht nicht nur aus frohen Stunden. Besonders bedroht ist unser Glück, wenn sich Krankheiten einstellen, manchmal sogar lang andauernde oder unheilbare. Dann erfahren wir Hilflosigkeit, Schmerz, Alleinsein. Dann wächst die Sehnsucht, mit dieser Angst und dem Kummer nicht allein zu sein.
Zur Krankenpflege gehörte im Altertum die Anwendung von Salböl. Auch Jesus gab seinen Jüngern den Auftrag, Kranken die Hände aufzulegen und sie zu salben - eine stärkende, wohltuende Handlung, die in den Gemeinden der jungen Kirche von Anfang an praktiziert wurde! 

 

Wenn heute der Priester die Salbung vornimmt, legt er dem kranken Menschen behutsam die Hände auf den Kopf, er zeichnet mit Krankenöl ein kleines Kreuz auf die Stirn und auf beide Hände. Dazu gibt er im Namen Jesu die Zusage, dass die Hilfe, das Erbarmen und die Gnade des Herrn und die Kraft des Heiligen Geistes den kranken Menschen seelisch aufrichten können.
Leider kennen viele dieses Sakrament noch unter der Bezeichnung "Letzte Ölung", das als "Todesweihe" oder "Sakrament der Sterbenden" mehr gefürchtet als ersehnt und daher erst in der allergrößten Todesnot erbeten wurde. Doch das ist irreführend. Zum Glück hat man sich auf die ursprüngliche Bedeutung besonnen: 

Die Krankensalbung ist Lebenshilfe bei schwerer Erkrankung. Sie kann deshalb auch mehrfach gespendet werden - und das nicht nur in akuter Lebensgefahr! Zum Beispiel kann sie vor einer schweren Operation die Lebenshoffnung stärken und das Vertrauen in Gottes Beistand festigen.

Meist wird diese Salbung mit der Krankenkommunion verbunden. Aber auch ohne vorherige Salbung können Sie zuhause kommunizieren. Für den Fall, dass Sie länger bettlägerig sind oder aus anderen Gründen, zum Beispiel wegen psychischer Probleme, nicht an den Eucharistiefeiern der Gemeinde teilnehmen können, bringen die Seelsorger gern die Krankenkommunion zu Ihnen.

Der Weg zum Sakramentenempfang:

Ein Anruf im Pfarrbüro genügt. Die Seelsorger werden mit Ihnen oder Ihren Angehörigen einen günstigen Termin vereinbaren. Krankensalbungen nimmt Pfarrer vor, Krankenkommunion bringt sowohl der Pfarrer als auch Diakon. Wer regelmäßig vor den Hochfesten Weihnachten und Ostern Krankenkommunion empfangen möchte, dessen Name und Telefonnummer wird von den Pfarrsekretärinnen auf einer Liste notiert. Die Seelsorger setzen sich dann automatisch ein paar Tage vor dem Fest mit Ihnen bzw. Ihren Angehörigen in Verbindung.

Das brauchen Sie:

Eigentlich brauchen Sie überhaupt nichts vorzubereiten, denn das Wesentliche bringen die Seelsorger mit. Sinnvoll, aber keineswegs unbedingt notwendig ist es, wenn im Krankenzimmer eine Kerze brennt und Weihwasser vorhanden ist. Gerne können Angehörige mit dabei sein. Das gemeinsame Beten tut nicht nur dem Kranken gut.


Ein lieber Angehöriger ist verstorben?

Wenn der Tod überraschend eintritt, sind Angehörige oft wie gelähmt. Zum großen Schmerz über den Verlust des lieben Menschen kommt die Sorge, mit der Regelung der Beerdigung überfordert zu sein oder Wichtiges zu vergessen. Doch auch wenn ein längerer Sterbeprozess vorausgegangen ist, kann der Schock groß sein.
Keine Angst! Gerade jetzt müssen Sie nicht selber an alles denken. Menschen mit viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen werden Ihnen zur Seite stehen. Vor allem dürfen Sie sicher sein, dass Sie nicht allein sind. Ihre Kirche ist auch mit dabei. In der Gemeinschaft der Kirche sind alle Mitglieder, die Lebenden und die Toten miteinander verbunden. 

 

Wenn ein Christ stirbt, dann tritt er nicht aus der Gemeinschaft der Glaubenden heraus. Er bleibt Glied der Kirche und wird über den Tod hinaus zu Jesus Christus, dem Auferstandenen durch die Liebe seiner Schwestern und Brüder getragen. Darum geht es bei der kirchlichen Beerdigung.  Wir feiern dabei unsere Verbundenheit mit dem Verstorbenen in Christus, der für uns am Kreuz gestorben und auferstanden ist. In der Erfahrung des Todes spüren wir den Gott des Karfreitags, der mit uns das Leiden und den Tod erlitten hat. Aber auch darüber hinaus den Gott des Ostermorgens, der uns in der Dunkelheit die Morgenröte aufscheinen lässt, und uns aus dem Tod ein neues ewiges Leben schenken wird. Vertrauend auf diesen Gott dürfen wir sicher sein, dass der Tod uns von unserem lieben Verstorbenen nicht trennen kann und, dass wir durch die Liebe Gottes mit ihm über den Tod hinaus verbunden bleiben.

Der Weg zur Bestattung:

Wenn ein Mensch gestorben ist, muss immer ein Arzt (in der Regel der Hausarzt)  den Tod feststellen und bescheinigen (bei Tod im Krankenhaus geschieht dies automatisch). Wenn der Leichnam noch einige Zeit zuhause im Bett bleiben kann, ist es ein schönes Zeichen christlicher Hoffnung, wenn Sie eine brennende Kerze und – falls vorhanden – auch ein Kreuz  zu ihm stellen und ein einfaches Gebet in der Stille sprechen. Haben Sie keine Scheu, den Leichnam zu berühren. Das so genannte „Leichengift“ gibt es nicht. Lassen Sie sich Zeit beim Verabschieden. Nehmen Sie Kontakt mit dem Bestattungsunternehmen. Es nimmt Ihnen viele organisatorische Dinge ab. Es gibt auch die Information an das Pfarramt und die Friedhofsverwaltung weiter. Einer der Seelsorger wird sich mit Ihnen in Verbindung  setzen. Sie können dabei mit ihm über die gewünschte Trauerfeier sprechen. 

In der Pfarrei Hl. Familie wird immer am darauf folgenden Samstag um 17.30 Uhr der Sterberosenkranz für die Verstorbenen der vergangenen Woche gebetet. Anschließend gedenkt auch die Gemeinde ihrer in der Heilige Messe. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Das brauchen Sie:

  • Für das Gespräch mit dem Bestattungsunternehmen (bei Ihnen zuhause oder in der Geschäftsstelle, ganz wie Sie wollen) auf alle Fälle den Totenschein. Gut ist es, bereits ein Foto für das Sterbebildchen ausgewählt zu haben.

  • Für das Trauergespräch mit dem Seelsorger nach Möglichkeit einen kleinen Lebenslauf des / der Verstorbenen, aus dem persönliche Stärken, Vorlieben, Hobbys usw. hervorgehen. Das vereinfacht die Planung des Gottesdienstes und die Auswahl passender Texte und Gebete. Wenn Sie allerdings noch gar keinen klaren Gedanken fassen und erst recht nicht zu Papier bringen können, macht das auch nichts.

Bitte haben Sie keine Scheu, einen Seelsorger um Hilfe zu bitten, wenn Ihre Trauer zu groß ist und Sie sich mit allem überfordert fühlen. Rufen Sie einfach im Pfarrbüro an oder bitten Sie eine Ihnen nahe stehende Person, einen Seelsorger zu informieren! Nützen Sie auch den Anrufbeantworter.